i-health
 HOME

Artikel HTR
OÖ-Nachrichten

 


HOTEL und TOURISMUS REVUE SCHWEIZ   Nr.11 / 2005  TRENDS


AUFTRIEB FÜR "MEDICAL WELLNESS"

 Redaktion: Theres Lagler

Etwas für die eigene Gesundheit tun: Dieser Wunsch gewinnt in einer älter werdenden Gesellschaft an Bedeutung. Das Schlagwort "Medical Wellness" war denn auch auf der ITB in aller Munde – von der Schweiz über Deutschland und Osteuropa bis nach Asien.  

Unter dem Begriff „Medical Wellness“ verstehen wohl noch längst nicht alle dasselbe. Trotzdem beschäftigt das Thema Hoteliers und Tourismusverantwortliche rund um den Globus, wie sich diese Woche an der Internationalen Tourismus-Börse Berlin (ITB) zeigte.  Grundsätzlich kann man sagen, dass „Medical Wellness“ eine Verknüpfung von touristi-schen und medizinisch-therapeutischen Wellnessleistungen beinhaltet. Genau ein solches Angebot präsentierte Philippe Frutiger, Direktor des Fünf-Sterne-Hotels Lenkerhof, an der ITB. Er arbeitet neu mit der deutschen Ärztin Gabriele Fetzer zusammen, die über Abschlüsse in der klassischen Schulmedizin, der Homöopathie und der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verfügt. Sie behandelt die Gäste entweder im Hotel oder in ihrer Praxis im Berner Ferienort. Buchbar sind Regenerations- und Vitalisierungswochen über 7 oder 14 Tage, die jeweils auf die individuellen Bedürfnisse des Gastes abgestimmt werden.

Kooperation mit „Swiss Leading Hospitals

Auch im aktuellen Hotelführer Swiss International Hotels (SIH) stößt man auf das Thema: Dort sind die 15 Privatkliniken der „Swiss Leading Hospitals“ abgebildet. „Unsere Idee ist, dass jemand je nach Operation nicht unbedingt in eine Rehabilitationsklinik gehen muss, sondern besser noch 14 Tage in einem Hotel Ruhe tankt“, erklärt Dominik Betschaft, Gründer der SIH. Mitgliedshäuser wie das Parkhotel Flims oder das Ferienart Resort &
Spa in Saas Fee, seien dafür bestens geeignet. Dominik Betschaft verfolgt mit der Kooperation auch noch ein anderes Ziel: „ In den Swiss Leading Hospitals arbeiten 2000 Top-Ärzte und bestens ausgebildete Krankenschwestern. Das sind Gäste, die bei uns Spezialkonditionen erhalten, unsere Häuser aber dann vielleicht auch weiter empfehlen.“

NEIDISCHER BLICK AUS DEUTSCHLAND

In Deutschland wird genau beobachtet, in welche Richtung sich „Medical Wellness“ in der Schweiz entwickelt. So konstatierte etwa Hildegard Dorn Peterson vom Deutschen Wellnessverband: “In der Schweiz sind die Krankenkassen offener als in Deutschland. Die CSS habe beispielsweise mit dem Panorama Resort & Spa in Feusisberg abgeschlossen. Entstanden sei ein gemeinsamer „Erlebnis-Gesundheits-Check-up“.

Doch auch in Deutschland geht einiges. So hat es sich das Hotel zur Post auf der Ostsee-Insel Usedom zur Aufgabe gemacht, im Rahmen eines Forschungsauftrages einen computergestützten Vitalitätscheck in ein kundenorientiertes Qualitäts-Sicherheitspro-gramm zu integrieren.

Die Firma i-health bietet beispielsweise solche computergestützten Vitalitäts-checks an, die TCM- und Ayurveda-Kenntnisse mit Biophysik verbinden. Beim jeweiligen Gast wird der Energiefluss gemessen. Siehe Bild. Aufgrund der Auswertung kann dann ein individuelles Gesundheitsprogramm zusammenge-
stellt werden.
In Österreich haben bereits mehrere Hotels ein solches System in Betrieb. Hotels
in Deutschland und der Schweiz dürften demnächst folgen...